P-Konto

Pfändungsschutz
mit P-Konto / Pfändungskonto

Das Pfändungsschutzkonto, oder auch P-Konto genannt, ist ein gewöhnliches Girokonto, bei dem die Höhe des Guthaben mit einem gesetzlich festgelegten Betrag vor der Pfändung durch die Gläubiger geschützt ist.

Ein Pfändungsschutzkonto kann bei jeder Bank oder Sparkasse eingerichtet werden. Die entsprechende Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet auf Antrag eines Kontoinhabers, ein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umzuwandeln. Für ein Pfändungsschutzkonto dürfen keine höheren Gebühren verlangt werden, als für ein normales Girokonto. Ein P-Konto ist keine Sonderleistung der Bank sondern gesetzlich auferlegte Pflicht.

P-Konto, Pfändungskonto
Pfändungsschutz

Der Pfändungsschutz sichert einen gewissen Betrag des Guthabens auf einem Pfändungsschutzkonto. Sie können über diese geschützten Freibeträge frei verfügen und werden nicht gepfändet.

Freibeträge

Bis zu fünf weitere Freibeträge können zusätzlich eingerichtet werden. Die aktuellen Freibeträge können der Pfändungstabelle entnommen werden.

Pfändungsfreigrenzen

Die Freigrenzen der Pfändung richten sich nach dem Nettoeinkommen und nach der Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen.

Pfändungsfreigrenzen

Alle Zahlungseingänge auf einem P-Konto sind bis zu einem Grundfreibetrag von derzeit 1.133,80 Euro pro Monat vor der Kontopfändung geschützt – unabhängig davon, ob es sich um Zahlungen des Arbeitgebers, selbstständige Tätigkeit, Sozialleistungen wie Hartz IV, Kinder- oder Wohngeld etc. handelt. So wird das Existenzminimum vom Gesetzgeber gesichert. Die Höhe dieser Freibeträge ist in der jeweils aktuellen Pfändungstabelle festgelegt, die alle zwei Jahre angepasst wird. Der Grundfreibetrag für ein P-Konto liegt bei 1.133,80 Euro (ab 01.07.2019 bei 1.178,59 Euro).


Erhöhung des monatlichen Freibetrages

Wenn Kindergeld und Sozialleistungen auf das P-Konto eingehen, sind diese besonders geschützt und heben den pfändungsfreien Grundfreibetrag an. Das gilt auch, wenn der Schuldner Unterhaltspflichten gegenüber dem Ehepartner oder Kindern hat. Der Grundfreibetrag erhöht sich um 430 Euro für die erste unterhaltspflichtige Person und um 230 Euro für das zweite Familienmitglied ohne eigenes Einkommen. Bei mehr als fünf Unterhaltsberechtigten steigt die Pfändungsfreigrenze auf insgesamt 2.520 Euro. Wenn das Gesamteinkommen unterhalb des berechneten Freibetrages liegt, kann das Pfändungsschutzkonto durch das Vollstreckungsgericht für maximal zwölf Monate für unpfändbar erklärt werden. Hierzu muss der Kontoinhaber eine sogenannte Anordnung auf Unpfändbarkeit beantragen und sie seiner Bank vorlegen.

Unterhaltspfl.
Personen
Freibetrag
ab 01.07.2019
0 1.178,59 €
1 1.622,16 €
2 1.869,28 €
3 2.116,40 €
4 2.363,52 €
5 2.610,64 €
6 1.869,28 €
7 2.116,40 €

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Höheren Pfändungsschutz erhalten

Um einen höheren Pfändungsschutzbetrag zu erhalten, muss der Kontoinhaber seiner Bank eine schriftliche Bescheinigung vorlegen. Diese Bescheinigung kann unter anderem durch das Vollstreckungsgericht, verschiedene Sozialleistungsträger, einen Rechtsanwalt oder durch einen Schuldnerberater ausgestellt werden. In einem Monat nicht aufgebrauchtes Guthaben wird in den Folgemonat übertragen. Der zur Verfügung stehende Freibetrag erhöht sich damit um die übrig gebliebene Summe.
Pfändungsschutz

P-Konto in normales Girokonto zurückwandeln

Der Gesetzgeber hat keine gesetzliche Regelung in den neuen Bestimmungen zum Pfändungskonto getroffen. Daher gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Die Kreditinstitute können eine Rückumwandlung bei den Kunden ablehnen, die von häufigen Kontopfändungen betroffen sind. Denn durch die mehrfachen Kontoumwandlungen entsteht der Bank ein entsprechender nicht entgeltfähiger hoher Bearbeitungsaufwand.