Privatinsolvenz

Privatinsolvenz / Verbraucherinsolvenz

Mit der Privatinsolvenz ist es dem Verschuldeten möglich, nach einer gewissen Zeit von seinen Schulden befreit zu werden, obwohl er diese nicht komplett zurückzahlen konnte. Ziel ist es, überschuldeten Privatpersonen (Verbrauchern) eine zweite Chance zu geben, da sie sich oftmals nicht aus eigener Kraft von ihren Schulden befreien können.

Die Privatinsolvenz hilft nicht weiter, wenn der Schuldner pflichtwidrig bestehende Unterhaltsansprüche nicht zahlt oder Steuern hinterzogen hat. Seit dem 1. Juli 2014 sind diese Tatbestände von der Restschuldbefreiung ausgeschlossen.

Ich biete Ihnen bei einer Privatinsolvenz Hilfe und kann sogar vielleicht noch eine drohende Privatinsolvenz abwenden.

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Privatinsolvenz, Pleite, Zahlungsunfähig

Schutz während des gesamten Privatinsolvenzverfahrens

  • Keine Vollstreckung

    Schuldner sind vor der Vollstreckung durch ihre Gläubiger geschützt.

  • Kein Gerichtsvollzieher

    Während eines Privatinsolvenzverfahrens ist kein Besuch vom Gerichtsvollzieher zu befürchten, der prüft, ob noch Vermögen vorhanden ist, da Ihr Vermögen und Ihre Schulden von einem Treuhänder verwaltet werden.

  • Keine Zwangsvollstreckung

    Während des Insolvenzverfahrens unterliegen die Gläubiger dem Vollstreckungsverbot.

  • Keine Pfändung

    Eine Konto- oder Gehaltspfändung ist nicht mehr möglich: Da der sogenannte Pfändungsschutz sofort nach der Eröffnung des Verfahrens eintritt, dürfen Gläubiger nicht mehr vollstrecken.

  • Gehalt

    Was vom Gehalt bleibt, richtet sich nach der Pfändungstabelle.

  • Keine eidesstattliche Versicherung

    Eine Vermögensauskunft ist nicht nötig.

Schaffen Sie den Absprung in ein schuldenfreies Leben!

Vorteile der Privatinsolvenz

  • Schuldenfreiheit

    Ohne Privatinsolvenz können Gläubiger mit einem Schuldentitel 30 Jahre lang pfänden. Mit der Privatinsolvenz ist der Verschuldete nach der Wohlverhaltensphase von sechs, fünf oder drei Jahren von seinen Schulden befreit.
    Nach 3 Jahren - wenn die Schulden und Verfahrenskosten zu 35 % abbezahlt wurden.
    Nach 5 Jahren - wenn die gesamten Verfahrenskosten beglichen wurden, aber nicht die Schulden.
    Nach 6 Jahren - unabhängig von der Höhe der zurückgezahlten Schulden.

  • Gesichertes Existenzminimum

    Gesichertes Existenzminimum Das Existenzminimum ist durch die Pfändungsgrenzen gesichert.

  • Finanzieller Neuanfang

    Finanzieller Neuanfang Die Schulden und Negativeinträge bei der Schufa (drei Jahre nach Restschuldbefreiung) werden gelöscht.


Nachteile der Privatinsolvenz

  • Dauer

    Bis zur Schuldenfreiheit kann es bis zu sechs Jahre dauern.

  • Konsum

    Ratenkäufe und die Benutzung der Kreditkarte müssen der Vergangenheit angehören. Es sollten keine teuren Neuanschaffungen mehr gemacht und der Konsum sollte eingeschränkt werden.

  • Wohnungssuche

    Erschwerter Wohnungswechsel, weil Vermieter selten an Mieter mit Schufa-Einträgen vermieten.

  • Vertragswechsel

    Bei beispielsweise Strom-, Gas- oder Telefonanbietern wird wegen des Schufa-Eintrages ein Vertragswechsel kaum möglich sein.

  • Kosten

    Es fallen Kosten für den Treuhänder und das Gericht an, die nach der Insolvenzmasse berechnet werden. In die Insolvenzmasse fließt unter anderem Ihr gesamtes zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung zur Verfügung stehendes Vermögen ein – zum Beispiel wenn Sie mehr verdienen als das, was Ihnen laut Pfändungstabelle bleiben muss. Im Fall der Arbeitslosigkeit und wenn kein Vermögen vorhanden ist, muss mit Mindestgebühren von ca. 2.000 Euro gerechnet werden. Den Betrag zu stunden oder in Raten abzuzahlen ist möglich.

Ich biete Ihnen bei einer drohenden Privatinsolvenz Hilfe und Unterstützung.

Ablauf der Privatinsolvenz

Der Ablauf der Privatinsolvenz wird im Folgenden beschrieben.

Bevor Sie Privatinsolvenz beantragen, muss ein außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren stattfinden, in dem der Schuldner versucht, sich mit den Gläubigern zu einigen. Mit einem Schuldenbereinigungsplan wird die Gesamthöhe der rückständigen Zahlungen ermittelt. Es werden alle Gläubiger angeschrieben, die alle zustimmen und ein Teilverzicht oder Ratenzahlungen absegnen müssen. Da in diesem Fall weder Gerichtsgebühren noch Kosten für den Insolvenzverwalter anfallen, ist dieses Verfahren wünschenswert.

Das außergerichtliche Schuldenbereinigungsverfahren dient dazu, doch noch die Privatinsolvenz abwenden zu können. Ist dieser Schritt gescheitert, kann der Insolvenzantrag gestellt werden. Der Schuldenbereinigungsplan muss vorgelegt werden. Es muss außerdem nachgewiesen werden, aus welchen Gründen die außergerichtliche Einigung gescheitert ist. Das Insolvenzgericht prüft, ob ein Schuldenbereinigungsverfahren Erfolg verspricht, und entscheidet, ob darauf verzichtet und das Insolvenzverfahren direkt eröffnet wird.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren hat sich seit dem 1. Juli 2014 geändert: Ändern sich die Vermögensverhältnisse in der Wohlverhaltensphase oder sind die Gläubiger nun verhandlungsbereiter, können Sie eine erneute Einigung versuchen und die Insolvenz vorzeitig beenden. Gläubiger sind nach der Insolvenzeröffnung teilweise einigungsbereiter als zuvor. Wenn alle Parteien ein positives Ergebnis anstreben, wird das Verbraucherinsolvenzverfahren deutlich flexibler.
Ein Schuldner kann seit dem 1. Juli 2014 das Planverfahren nutzen, auch wenn er sich in einem laufenden Insolvenzverfahren befindet. Wird dem Planverfahren, auch verkürztes Insolvenzverfahren genannt, stattgegeben, entfällt die Wohlverhaltensphase und der Schuldner kann bereits nach einem Jahr schuldenfrei sein.

Das gerichtliche Privatinsolvenzverfahren wird eröffnet, wenn es keinen Schuldenbereinigungsplan gibt. Das Insolvenzgericht prüft, ob einem Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten stattgegeben wird oder die Verfahrenskosten gedeckt sind.

Nach der Eröffnung wird ein Treuhänder bestimmt, den der Schuldner auch selbst vorschlagen kann. Der Treuhänder versucht, das vorhandene Vermögen zu verarbeiten. Im Fall einer Zwangsvollstreckung gehört alles zur Insolvenzmasse, was pfändbar wäre.

Wenn das Insolvenzgericht die Restschuldbefreiung angekündigt hat, startet die Wohlverhaltensphase. Während dieser Phase muss nur der pfändbare Teil des Gehaltes an einen Treuhänder gezahlt werden. Aus einer tabellarischen Übersicht lässt sich die Höhe ablesen. Wenn der Schuldner für Kinder oder den Ehepartner Unterhalt zahlen muss, steigt die Pfändungsgrenze entsprechend. Bei einer Erbschaft während dieser Phase muss die Hälfte des Erbteils an den Treuhänder abgeführt werden.

Nach spätestens sechs Jahren nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird vom Gericht über eine mögliche Restschuldbefreiung entschieden. Wenn es dem Schuldner gelingt, mindestens 35 Prozent seiner Schulden und die kompletten Verfahrenskosten in diesem Zeitraum zu zahlen, verkürzt sich die Frist auf drei Jahre. Auf fünf Jahre verkürzt sich die Zeit, wenn der Schuldner es schafft, in diesem Zeitraum die gesamten Verfahrenskosten abzutragen, aber nicht die Schulden. Daher sind fünf Jahre realistischer.

Nach der Wohlverhaltensperiode wird vom Insolvenzgericht über die Restschuldbefreiung entschieden. Wenn alle Verpflichtungen erfüllt wurden und keine Gründe dagegensprechen, wird das Gericht die Restschuldbefreiung aussprechen. Die Gläubiger können ihre Forderungen gegen den Schuldner nun endgültig nicht mehr durchsetzen. Der ehemalige Schuldner ist dank der Privatinsolvenz schuldenfrei.

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